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18Feb/100

Foursquare und Gowalla – Über fehlende Copy Cats und die Rolle im LBS-Markt

Foursquare und GowallaEs tut sich viel im Markt um Location Based Services. Der richtige Hype im local Gaming-Markt scheint jedoch derzeit zu stagnieren. Foursquare und Gowalla sind Vorreiter und bisher alleinige ernsthafte Player im lokalen Gaming Markt, auch wenn Google Buzz an der ein oder anderen Stelle als ernsthafter Konkurrent voraus gesagt wird. Auch wenn die Konzepte ungleiche Zielfokussierung haben, so geht es bei beiden darum besuchte Standorte zu markieren und gegen Freunde anzutreten.

Wo bleiben die CopyCats? Warum ist das Konzept nicht kopierenswert, bzw. wo sind die Schwierigkeiten? Ist die Frage "Revolution oder Hype" nocht nicht geklärt?
Wie schon im Netzökonom-Artikel zu dem Thema vor gut 2 Wochen erwähnt wurde, bereitet sich auch Nokia auf etwas ähnliches vor. Auch Facebook und Twitter sammeln Geo-Daten über die Aktivitäten ihrer Nutzer. Dennoch, bisher ist mit Sleeq erst der erste ernstzunehmende Konkurrent in Sicht. Seit kurzem auch bei Facebook aktiv.

Was macht Foursquare und Gowalla für Nutzer attraktiv?
Bei foursquare wird die Häufigkeit von Check-ins gezählt. Je mehr desto besser ist das einfache Prinzip. Wer die meisten Check-ins in einer Location vorweisen kann wird Major, also eine Art "Auskenner" oder "Meinungsführer" in dem Laden.
Gowalla hingegen fokussiert auf das Zusammenbringen von Menschen durch tauschen virtueller Gegenstände, ist also noch eher als Spiel zu verstehen. Masken, Melonen...alles kann getauscht, und zwar ohne wirklichen Bezug zur Location.

Trotzdem es beide Konzepte über den großen Teich geschafft haben lässt der Hype noch auf sich warten. Warum?

Das kann mehrere Gründe haben. Im risikoaversen Deutschland ist es jedoch vermutlich der nicht so offensichtliche Monetarisierungsansatz. Geld verdienen mit Titeln, Status oder virtuellen Gegenständen? Obwohl sich foursquare nach eigenen Aussagen mit einem Couponingansatz finanzieren will, reizt das Geschäft wohl nur wenige Gründer-Teams in Deutschland wie Sleeq. Es fehlt also offensichtlich die Anwendbarkeit für kommerzielle Zwecke, zumindest kurzfristig.

Dabei haben lokale Gamingkonzepte eine wichtige Rolle im lbs-Markt: Sie brechen das Eis und bringen die Nutzer dazu, lokale Dienste in ihren Alltag zu integrieren.

Als Schlussfolgerung kann man also festhalten: Gut, dass es sie gibt, aber im wesentlichen bleiben sie Spiele und keine Goldgrube für investitionsfreudige Angels oder VCs. Sie machen Spass, liefern Empfehlungen und lokale Informationen.

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